Mein weg zur Hochsensibilität


Da ich selbst gerne Geschichten von Menschen lese und daraus immer etwas lernen und mitnehmen darf, möchte ich meine Geschichte mit Ihnen teilen.

 

Wenn ich mich heute an meine Kindheit zurückerinnere, so hatte ich schon im Kindergarten und in der Schule oft das Gefühl, ein wenig anders und eigen zu sein. Es war so ein Gefühl, zwar dabei zu sein, aber nicht mittendrin. Ich war gerne für mich alleine und habe mich mit großer Hingabe sehr intensiv mit den Dingen, die um mich herum waren, oder mit einem Spielzeug sehr detailverliebt beschäftigt, dieses bis auf das kleinste Teil zerlegt, um herauszufinden, wie es funktioniert. In einer großen Gruppe von Kindern habe ich mich - heute kann ich mir vorstellen, dass es wegen der vielen Eindrücke und Reize war - nicht wohl gefühlt und war vor lauter Selbstschutz daher eher zurückhaltend und in mich gekehrt. Mit ein oder zwei Kindern zu spielen, brachte mir mehr Freude. Aber die Stimmung musste immer harmonisch, angenehm und der Ton leise sein. Ich kann mich auch noch erinnern, dass es vorkam, dass ich mich in der Straßenbahn vor eine Person hingestellt und ihr ein Gedicht oder ein Lied vorgebracht habe und dafür wohlwollende Worte geerntet habe. Ich denke, dass meine Eltern mir davor einen Stups gegeben haben. ;-)

   

Wenn ich gut drauf war, war ich sehr neugierig und wissbegierig und muss meine Eltern mit meiner unendlichen Fragerei teilweise auch genervt haben. Mich vor das TV-Gerät zu setzen, um Ruhe zu haben, hätte bei mir sicher nicht funktioniert. Meine Eltern haben sich stattdessen viel mit mir beschäftigt. Wir haben viel unternommen, waren viel an der frischen Luft und in der Natur.

 

Mir ging es immer darum, alles und jedes bis ins letzte Detail zu hinterfragen. Diese Daten und Informationen habe ich aufgesogen wie ein Schwamm. Ich wollte verstehen, wie Dinge funktionieren und zusammenhängen. Du kannst dir vorstellen, dass mein logischer analytischer Verstand dadurch sehr gut trainiert und geschult wurde.


Was mir auch noch sehr gut in Erinnerung ist, so habe ich mich mit großer Begeisterung mit meinem Kaufmannsladen gespielt. Es muss wohl auch eine Geldlade eingebaut gewesen sein. Meine zweite Lieblingsbeschäftigung war das Nachspielen des Alltags im Kindergarten. Ich habe die Kinder schlafen gelegt und ihnen Geschichten erzählt, auf sie aufgepasst und geschaut, dass es ihnen gut geht. Dies sollte wohl schon damals der Grundstein für meine berufliche Entwicklung sein. Nach meinem Betriebswirtschaftsstudium und der Managementtätigkeit war ein Wechsel in die Persönlichkeitsentwicklung, den Coaching-Bereich und die Bewusstseinsarbeit angesagt. Wenn Sie mehr über das Thema "Neues Bewusstsein" lesen möchten, so freue ich mich, wenn Sie meine zweite Seite besuchen: www.neuesbewusstsein.at

 

Von Sören Kierkegaard stammt das Zitat: "Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden." Dieses Zitat trifft auch auf meine Geschichte zu, denn erst im Nachhinein kann ich meinen Wesenskern erkennen, verstehen und schätzen, was mir damals nicht möglich war.

 

Ein einschneidendes Erlebnis gab es dann in einem Urlaub auf Gran Canaria. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Mein damaliger Freund hatte das Buch "Das Semco-System" von Ricardo Semler und ich das Buch "Die Macht des Unterbewusstseins" von Joseph Murphy als Urlaubslektüre mitgenommen. Obwohl ich eigentlich nur "mein" Buch lesen wollte, so habe ich letztendlich beide Bücher verschlungen und war ziemlich fasziniert und gefesselt. Einerseits von dem neuen Gedankengut, das Ricardo Semler mit seinem Semco-System in sein Unternehmen eingebracht und damit nicht nur seine Welt verändert hatte und andererseits von dem Bewusstsein, wie viel Macht die eigenen Gedanken haben. Diese Kombination und Verbindung von Wirtschaft und Spiritualität war es wohl, was mich so stark infiziert hatte. Denn heute ist mir die Bewusstseinsarbeit auch in der Arbeitswelt ein Herzensanliegen.

 

Die Krise in Form einer Kündigung meines Angestelltenverhältnisses im Jahre 2000 brachte mich dann in eine Neuorientierung, die letztendlich in der Arbeit als Coach mündete.

 

Und erst vor ein paar Jahren kam ich mit dem Thema der Hochsensibilität und Hochsensitivität durch das Buch von Elain N. Aron "Bin ich hochsensibel?" in Kontakt. Seitdem ist mir vieles von dem, was mir vorher unklar und unverständlich gewesen ist, klar und verständlich. Auch in dem Thema Indigo und Indigo-Erwachsene spüre ich einige Resonanzpunkte.  

 

Heute kann ich meine natürlichen Talente benennen. Dazu gehören Introversion, Querdenken, sinnliche Wahrnehmung, Empathie, Harmoniebedürftigkeit, Hochsensibilität und Hochsensitivität.

 

Ich danke meinen Gaben, dass sie sich mir gezeigt haben. Ich bin gespannt, welche Gaben mir noch zufallen und sich zu erkennen geben werden. 

 

Mögen Sie auch Ihre Gaben erkennen, annehmen und schätzen lernen!!!

 

Alles Liebe,

Irene Galler