sensibel gilt als "uncool"

 

Im deutschen Sprachgebrauch hat sich das Wort "sensibel" von seiner neutralen Bedeutung zu einem häufig fast negativen Ausdruck entwickelt. Eine hohe Empfindsamkeit wird oft mit geringerer Belastbarkeit gleichgesetzt und Bedachtsamkeit und Stimmungsschwankungen als „nicht normal“ empfunden und im Allgemeinen mit schwach und nicht leistungsfähig assoziiert.

 

Die Ellbogengesellschaft von heute hebt Menschen aufs Podest, die etwas leisten, die extrovertiert sind, die hart im Nehmen und unerschrocken sind, die die Hektik und den Stress des modernen Lebens ertragen oder sogar genießen, die nicht genug Reize und Ablenkungen durch die Außenwelt haben können und die Jugendlichkeit und Materialismus über alles stellen. Und die sich im grellen Licht und bei Lärm in überfüllten Räumen wohlfühlen und bei Überreizung dann ja immer noch ein Schmerzmittel einwerfen können.

 

Die Mehrheit, also die Normal- und Nichtsensiblen diktiert, was „normal“ ist und bestimmt die  Rahmenbedingungen. Sensibilität ist im Alltag "uncool" und doch verehrt unsere Kultur einzelne Ikonen der Sensibilität wie z.B. Prinzessin Diana, Vincent van Gogh oder Marilyn Monroe.

 

In Japan, Schweden und China z.B. werden HSP deutlich mehr wertgeschätzt, weil dort Feinfühligkeit als Fähigkeit gilt. Auch in alten Zeiten waren in den meisten Kulturen Hochsensible Priester oder königliche Berater, während die anderen sich als Herrscher und Krieger hervortaten. Heute erobern in den westlichen Kulturen die Normal- und Nichtsensiblen immer mehr an Terrain.

 

Doch für das Verdrängen der Hochsensiblen bezahlt jede Gesellschaft früher oder später einen hohen Preis. Dinge, Trends und Stimmungen wahrnehmen zu können, die an anderen Menschen vorübergehen, kann eine enorme Bereicherung sein. Diese Fähigkeit bildet die Basis für Intuition, Kreativität und Innovation sowie einfühlsame Kommunikation. Hochsensible Menschen leisten als Schriftsteller, Philosophen, Künstler, Forscher, Therapeuten, Lehrer und in vielen weiteren Bereichen einen bedeutenden Beitrag für unsere Gesellschaft.


In jedem Wirtschaftsbereich, in jeder Organisation, in jeder Firma einen „Beauftragten für Hochsensible“ zu etablieren, der als Ansprechpartner für Hochsensible und deren Anliegen dient, ist zwar noch ein visionärer, aber sinnvoller und wertvoller Beitrag zum Wohle unserer Allgemeinheit.

 


Wie Hochsensible die Arbeitswelt verändern


Mit ihren sehr feinen Sensoren können Hochsensitive Stimmungen, Energieschwingungen, Befindlichkeitsstörungen und andere Störungen meist schon eher wahrnehmen als andere Menschen. Das bedeutet, dass Hochsensitive, vorausgesetzt, sie sind an den richtigen Stellen im Unternehmen einsetzt, wichtige Dienste leisten können. 

 

Ein typischer Hochsensitiver ist sehr gewissenhaft, engagiert, verlässlich, verantwortungsbewusst, arbeitet  konzentriert, ist oft talentiert und auf die Bedürfnisse von anderen Menschen bedacht. Ein Hochsensitiver achtet auf Qualität und Details. Besonders gut schneidet der Hochsensitive bei Aufgaben ab, die Schnelligkeit, Wachheit und Genauigkeit erfordern. Hochsensitive sind besonders gut darin, schon kleine Unterschiede zu entdecken. Ein Hochsensitiver hat einen guten Einfluss auf das Arbeitsklima. Hohe ethische Werte zeichnen einen Hochsensitiven aus. Hochsensitivität ist darüber hinaus auch Quelle für Kreativität und Innovation. Hochsensitive müssen einen sinnvollen Beruf ausüben. Sinn und Stimmigkeit sind die Grundlage für ihren Erfolg.

 

Da ein Hochsensitiver allerdings Reize verstärkt empfindet, benötigt er auch Ruhe und Gelassenheit. Dies wird von den meisten Normal- und Nichtsensiblen missverstanden als Ängstlichkeit, Schüchternheit, Schwäche und Ungeselligkeit. Ein Hochsensitiver ist in Pausen meist weniger gesellig, da er Zeit benötigt, Erlebnisse für sich zu verarbeiten. Ein Hochsensitiver hat keine Vorliebe für aggressive Selbstdarstellungen, sondern möchte lieber, dass man die ehrliche harte Arbeit wertschätzt. Ein Hochsensitiver gehört zu den ersten, denen eine ungesunde Stimmung am Arbeitsplatz auffällt. 

 

Wenn Hochsensitive Wertschätzung erfahren, können Sie daher ideale Arbeitnehmer sein und jede Firma braucht ein paar von ihnen. Trotzdem werden sie allzu oft unter ihrem Wert eingesetzt oder von weniger fähigen aber durchsetzungskräftigeren Mitarbeitern verdrängt und sind oft von Burnout oder Mobbing betroffen. Hochsensitive werden bei Beförderungen oft übergangen, da sie ihre Kompetenz oft nicht zeigen können, wenn sie bei der Arbeit beobachtet werden oder unter Zeitdruck stehen.

 


 

Die Sehnsucht nach einer
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Ein Bewusstseinswandel findet statt!